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Schicksal einer Jüdin als Roman

Sabine Bode las in Eislingen aus ihrem Roman „Das Mädchen im Strom“, der auf einer wahren Geschichte beruht.

SWP |

Die Autorin und Journalistin Sabine Bode, sie gilt als renommierte Expertin auf dem Gebiet seelischer Spätfolgen des Krieges, stellte in der Eislinger Stadthalle ihren ersten Roman „Das Mädchen im Strom“ vor. Erzählt wird darin die Geschichte der Jüdin Gudrun Samuel, die aus wohlhabenden Verhältnissen stammt und eine unbeschwerte Kindheit und Jugend in Mainz erlebt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten will sie mit gefälschten Papieren Deutschland verlassen, wird jedoch in Stuttgart gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Trotzdem gelingt ihr die Flucht mit der transsibirischen Eisenbahn und sie überlebt den Zweiten Weltkrieg im Judenghetto von Shanghai. Über Umwege kehrt sie nach Mainz zurück. Fakt und Fiktion seien in dem Buch vertreten, ist einer einer Pressemitteilung zur Lesung zu entnehmen: Vorbild für Sabine Bodes Roman war Gertrude Meyer-Jörgensen, geborene Salomon, die sich jedoch zum Beispiel nicht mehr an ihre Reise mit der transsibirischen Eisenbahn erinnern konnte. Die Autorin musste solche Lücken mit Fiktivem füllen. Sabine Bode gab zu, dass sie sich während der Überarbeitung des Manuskripts erst im Schreiben freier fühlte, als Gertrude Meyer-Jörgensen hochbetagt gestorben war.

Eine schillernde Figur im Roman beruht auf einem realen Vorbild: Oberkommissar Werner Buchmann. Er verhörte Gudrun Samuel während ihrer Zeit im Gestapo-Gefängnis, sie traf nach dem Krieg wieder auf ihn, als ihm der Prozess gemacht wurde. Die Autorin hatte hierzu gründlich die Prozessakten studiert. Sabine Bode ließ das Ende ihres Romans bewusst offen.

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