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Nächster Schritt auf Karriereleiter

Luisa Braun ergattert nach Mary Poppins ein Folge-Engagement in der Stuttgarter „Komödie im Marquardt“ als Tilda in dem Stück „Honig im Kopf“.

CLAUDIA BURST |

Januar stürmt Luisa Braun nach 40 Auftritten letztmals als Jane die Bühne des Stage Apollo Theaters in Stuttgart. Eine Woche später hört das Musical Mary Poppins im SI-Zentrum ganz auf und beginnt ab März dann in Hamburg.

Aber statt durchzuatmen und sich endlich wieder richtig Zeit zu nehmen für Schule, Ballett oder Reiten, geht es für die zwölfjährige Geislingerin nahtlos weiter: Ab dem 25. Januar spielt sie in der Stuttgarter Schauspielbühne „Komödie im Marquardt“ die Tilda aus dem Stück „Honig im Kopf“.

„Die Kinderbetreuer bei Mary Poppins haben uns gesagt, dass die vom Marquardt-Theater Kinderdarsteller suchen und ob sich welche von uns bewerben wollen. Da hab ich mich halt beworben“, erzählt die aufgeweckte Schubart-Realschülerin mit den langen, roten Haaren. Und sie bekam die Rolle.

Nach ihren Vorerfahrungen war Luisa kaum aufgeregt, als sie zum Vorsprechen und zum Spielen einer Szene eingeladen wurde. „Auswendig lernen fällt mir leicht. Aber bloß, wenn mich was interessiert“, sagt sie lachend.

Zwei Wochen nach dem ersten Vorsprechen wurde Luisa zu einem zweiten Casting eingeladen – dieses Mal war sie in der engeren Auswahl. Sie hatte es geschafft – und erhielt im Herbst die Rolle der Tilda, genauso wie fünf weitere Mädchen. „Davon haben vier, wie ich, bei Mary Poppins mitgespielt“, berichtet sie.

Der Grund für die Mehrfachbesetzung ist die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, um Kinderarbeit zu vermeiden: Luisa tritt deshalb trotz sechs Aufführungen pro Woche nur in einer davon mit auf der Bühne auf, ein weiteres Mal steht sie als Krankheitsvertretung zur Verfügung.

Es ist auch Luisa, die als Gesicht für die Werbeplakate ausgesucht wurde und jetzt gemeinsam mit Ernst-Wilhelm Lenik, der ihren an Alzheimer erkrankten Opa spielt, von Litfaßsäulen oder aus der Internet-Werbung strahlt und die Eintrittskarten verschönert.

Die Proben für ihr neues Stück begannen vor den Weihnachtsferien, in den Ferien wurden sie intensiviert und dauerten an jedem Nicht-Feiertag zwischen drei und fünf Stunden.

Jetzt nach den Ferien probt sie immer noch dreimal in der Woche. Immerhin muss sie lange Textpassagen für insgesamt 27 Szenen auswendig lernen. Oft hat Luisa sich zum Üben den Film „Honig im Kopf“ mit Dieter Hallervorden, Til Schweiger und dessen Tochter Emma angesehen. „Ich soll sie zwar nicht kopieren – aber ich kann meine Rolle besser lernen im Zusammenhang“, erläutert sie und fügt hinzu: „Es ist auch eine gute Übung, um nicht aus dem Konzept zu kommen, wenn jemand gleichzeitig was anderes sagt!“

Der Siebtklässlerin gefällt das Stück und sie mag ihre neue Rolle: „Jane war frech und am Ende lieb, Tilda ist alles gemischt: fröhlich, traurig, wütend, nachdenklich. Da müssen wir sogar weinen am Ende.“

Weinen kann Luisa zwar nicht auf Befehl, sagt sie, „aber wenn man sich so richtig in die Rolle reinversetzt und ich mir vorstelle, das passiert in echt, dann geht das“.

Welches der sechs Mädchen die Tilda bei der Premiere in der Komödie im Marquardt am 25. Januar spielen wird, weiß Luisa noch nicht. „Die entscheiden das kurzfristig“, sagt die Schülerin schulterzuckend.

Die Zwölfjährige sieht das nicht so eng, auch für ihre Zukunft plant sie keine Filmkarriere. „Wenn sich irgendwo was ergibt, vielleicht auch bei einem Film, dann wäre das schon cool.“

„Aber es ist nicht mein allergrößter Traum“, wiegelt sie ab. Alternativ würde ihr ein Beruf mit Pferden nämlich ebenfalls gefallen.

Info Das Stück „Honig im Kopf“ ist vom 25. Januar bis 18. März in der „Komödie im Marquardt“ am Schlossplatz in Stuttgart zu sehen: Dienstag bis Samstag jeweils ab 20 Uhr und Sonntag ab 18 Uhr.

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