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Das Zittern hat begonnen

Die Nachrichten von der Krise des Teva-Konzerns haben am Standort Ulm Schockwellen ausgelöst. Ratiopharm macht gute Geschäfte, deshalb gibt es berechtigte Hoffnung für die Beschäftigten, meint Harald John.

HARALD JOHN |

Der Winter hat in diesem Jahr früh begonnen. Eiskalte Tage, Schneetreiben, dann wieder Sonne und strahlend blauer Himmel. Die wirtschaftliche Situation in der Region Ulm ähnelt derzeit dem Klima, sie ist stark wechselhaft.

Auf den Schock der Schließung des Daimler-Forschungszentrums folgte in dieser Woche im Gemeinderat die einstimmige Annahme eines Rekord-Haushalts: Ulm wächst, Ulm investiert, Ulm hat trotz der Rekordbautätigkeiten noch finanziell Luft, Millionenbeträge für Sanierung, Klimaschutz und ein Zukunftsprogramm 2030 anzusparen. Flankiert wird der Boom von einem Arbeitsmarkt nahe an der Vollbeschäftigung. In den Debatten hieß es noch Anfang der Woche: Glücklich die Stadt, die sich über den Bau zweier Kunstrasenplätze streiten kann.

Die Nachrichten aus Jerusalem könnten die Lage grundlegend ändern. Teva, der hoch verschuldete Mutterkonzern von Ratiopharm, will drei Milliarden Euro sparen und streicht jede vierte Stelle. Es geht um 14 000 von 53 000 Jobs weltweit, für diesen Sonntag haben die Gewerkschaften in Israel zum Generalstreik aufgerufen. Schon jetzt ist deutlich: Es droht ein harter Arbeitskampf.

Keine Informationen zu Ulm

Zur Zukunft der Standorte Ulm und Blaubeuren, an denen 2500 Menschen arbeiten, wurde in der Konzernzentrale im fernen Israel nichts gesagt. Noch nichts. Die Geschäfte in Deutschland laufen gut, Ratiopharm hat bereits mehrere Schrumpfkuren hinter sich. Zieht die Teva-Krise also möglicherweise an Ulm vorbei? Viele Mitarbeiter mögen daran nicht glauben, und wo Informationen fehlen, gedeihen Gerüchte, steigt die Angst.

Innerhalb von 90 Tagen sollen betroffene Beschäftigte eine Nachricht erhalten, ob sie ihren Arbeitsplatz verlieren. 90 Wintertage, in denen die Feiertage und der Jahreswechsel liegen. Wer dieser Familien mag sich angesichts der Kündigung ein frohes, neues Jahr wünschen? Das Zittern hat begonnen.

Dennoch, es gibt Zeichen der Hoffnung. 500 Millionen Euro will Teva in Zukunft in das neue Bioforschungszentrum „Genesis“ investieren. Das zeigt, dass der Standort Ulm von zentraler Bedeutung ist. Wichtig ist jetzt nur, dass der Konzern seine nächsten Schritte schnell und klar kommuniziert. In der Hoffnung, dass die Nachrichten, die aus Israel kommen, gute sind.

Bericht Seite 19

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