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Im Fünf-Minuten-Takt von Bad Cannstatt in die Innenstadt

Am 15. Oktober startet die neue Expressbuslinie. Für sie wird nun auf der B 14 eine extra Spur eingerichtet.

DOMINIQUE LEIBBRAND |

Bis Stuttgarts neue Expressbuslinie startet, dauert es noch. Erst am 15. Oktober soll’s losgehen. Dass die neue Verbindung zwischen Zentrum und Bad Cannstatt auf der zentralen Pendlerachse B 14 aber Einschränkungen für den restlichen Verkehr mit sich bringen wird, davon konnten sich Autofahrer schon überzeugen: Am Dienstag haben die Bauarbeiten für die sogenannte Linie X 1 begonnen.

Um dem Zusatz Express im Namen auch gerecht zu werden, wird  für die Busse an der Cannstatter Straße auf einer Länge von 800 Metern eine extra Spur eingerichtet. Stadtauswärts fällt dadurch für den Autoverkehr ein Fahrstreifen weg. Die Busse verkehren auf der Sonderspur im Wechselbetrieb, morgens dürfen sie stadteinwärts, abends stadtauswärts darauf fahren. Laut Stadtverwaltung ist ein Wechselbetrieb auf dieser Länge bundesweit einmalig.

Der Abschnitt an der B 14 ist das Herzstück eines Ringsystem mit Start- und Endpunkt am Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt. Von dort aus geht’s zügig in die Stadt zur Haltestelle Dorotheenstraße am Charlottenplatz. Da dazwischen keine Haltestelle komme, müssten Pendler bis zum ersten Stopp im Zentrum nur ein Kurzstreckenticket statt der auf der Strecke sonst üblichen Zwei-Zonen-Karte kaufen, erklärt eine Sprecherin der Betreiberin, der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Macht 1,40 statt 2,90 Euro. In der City selbst gibt es dann mehrere Stopps. Weitere Stationen sind demnach an Rathaus, Wilhelmsbau, Büchsenstraße, am Kleinen Schlossplatz und am Hauptbahnhof. Von dort aus geht’s zurück nach Cannstatt.

Erst Hybrid- dann Elektrobusse

Die Busse verkehren im Fünf-Minuten-Takt. Durch die überall installierten Signalanlagen wird sichergestellt, dass sie stets Vorfahrt haben und schnell durchkommen. Eingesetzt wird laut SSB nur die neueste Technik. Zunächst sind das zehn Hybridmodelle von Daimler und von Volvo. 2019 sollen sie durch Elektrogefährte ersetzt werden. Die Linie sei in zweifacher Weise Versuchsfeld, sagt die SSB-Sprecherin. Zum einen für den Einsatz innovativer Antriebe im ÖPNV, zum anderen für das Expressbus-System selbst.

Die Einrichtung der Linie geht auf das „Bündnis für Mobilität und Luftreinhaltung“ zurück, das die Gemeinderatsfraktionen von CDU, Grünen und SPD initiiert hatten und das der Gemeinderat 2017 beschloss. 13 Maßnahmen, die Luft und Verkehrssituation in Stuttgart verbessern sollen, gehören dazu. Sie haben ein Volumen von rund 28 Millionen Euro. Für die X 1 rechnen die Stuttgarter Straßenbahnen mit Betriebskosten von 2,7 Millionen Euro jährlich. Weitere 2,5 Millionen Euro investiert die Stadt nun in den Umbau der Strecken. An der Cannstatter Straße muss zum Beispiel die Fahrbahnbegrenzung aufgebrochen werden, um später den Wechselbetrieb zu ermöglichen, Signalanlagen müssen installiert beziehungsweise auf die neue Linie umgestellt werden, an manchen Straßen wird die Verkehrsführung geändert.

Gearbeitet wird in den Pfingst- und dann wieder in den Sommerferien. Bis September soll laut Jochen Hutt, Abteilungsleiter im Tiefbauamt, alles fertig sein, damit die Linie pünktlich zum 15. Oktober starten kann.

Die Verantwortlichen rechnen auf der Linie mit 1100 Fahrgästen pro Stunde. Sie soll Stadbahn und S-Bahn entlasten, zumindest bis die Linie U 1 ausgebaut ist. Sie verkehrt derzeit nur mit 40-Meter-Zügen. Langfristig ist ein Ausbau auf 80-Meter-Wagen geplant.

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