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Mühselige Suche nach Geldgebern

Der halbfertige Gewa-Tower in Fellbach muss dem zweiten Winter seit der Insolvenz trotzen.  Anlegern drohen Verluste.

JÜRGEN SCHMIDT |

Auch mehr als ein Jahr nach dem Pleite der Projektgesellschaft „Gewa 5 to 1“ geht am höchsten Wohnhaus des Landes nichts voran. Der Gewa-Tower in Fellbach wird den Winter in halbfertigem Zustand überdauern müssen. Denn bislang hat sich kein Käufer gefunden.

Ende November hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli mitgeteilt, dass der Kaufinteressent, mit dem monatelang verhandelt worden war, sein Kaufangebot zurückgezogen habe. Zu den Gründen gibt es nur wolkige Angaben. „Kaufmännische Erwägungen“ seien nicht ausschlaggebend gewesen, hatte der Stuttgarter Rechtsanwalt von der Insolvenz-Kanzlei Pluta erklärt. Auch auf Nachfrage wurde Bananyarli nicht konkreter.

Nun geht die Suche nach einem Käufer weiter. Der Insolvenzverwalter will die Verhandlungen mit einem zweiten Interessenten vorantreiben. Der hatte warten müssen, weil mit dem Investor, der nun abgesprungen ist, exklusive Gespräche vereinbart worden waren, wie  Bananyarli mitteilte. Zudem gebe es ein „weiteres sehr interessantes Angebot“ und andere Interessenten. Ein Ziel, bis wann der Verkauf vollzogen sein soll,  habe er sich aber nicht gesetzt.

Dass das Hochhaus nun einen weiteren Winter überstehen muss, sieht der Jurist nicht als Problem. Der Turm sei in einem guten Zustand.  Im September seien  Gutachter des TÜV Süd „nach einer umfangreichen Analyse zum Ergebnis gekommen, dass beim Wohnturm keine Mängel vorhanden sind, die einen wesentlichen Rückbau oder eine wesentliche Reparatur erforderlich machen.“ 

Während im unteren Teil des 107 Meter hohen Gebäudes bereits Fenster eingesetzt sind, stehen die oberen Etagen, wo die teuersten Eigentumswohnungen entstehen sollen, seit dem Baustopp im Herbst 2016 offen. Insgesamt sind auf  34 Stockwerken 66 Eigentumswohnungen sowie ein Business-Hotel mit 123 Zimmern geplant. Von der Pleite sind nicht nur die 44 Wohnungseigentümer betroffen, die einen Kaufvertrag unterzeichnet hatten, sondern auch Kapitanleger die Gewa-Anleihen im Wert von 35 Millionen Euro gezeichnet hatten. Damit sollte der Bau des Hochhauses finanziert werden. Auch wenn es gelingt, den Turm zu verkaufen, droht den Anlegern ein hoher Verlust. Jürgen Schmidt

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