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Verkehrte Richtung 

Der türkische Präsident Erdogan will die Notenbank unter seine Fittiche nehmen. Das kann nicht gut gehen, meint unser Autor.

HELMUT SCHNEIDER |

Der türkische Staatspräsident Erdogan fährt seinen autokratischen Kurs nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch unbeirrt weiter. Seine Ankündigung, die türkische Notenbank bald unter seine Fittiche bringen zu wollen, mag für den Laien wenig dramatisch klingen. Aus geld- und damit wirtschaftspolitischer Sicht ist das Ganze nichts weniger als ein Sündenfall ersten Ranges.

Die Unabhängigkeit einer Notenbank zählt zu den zentralen Fundamenten einer Volkswirtschaft. Warum? Weil eine Notenbank nicht nur die Zinsen festlegt, sondern gewissermaßen Geld drucken kann. Wenn sie dabei unter der Fuchtel der Politik steht, nimmt das gut ausbalancierte Gefüge wirtschaftlicher Gewaltenteilung Schaden.

Es gibt ausreichend historische Erfahrung, dass dies über kurz oder lang nicht gut gehen kann. Eine Zentralbank, die zur Erfüllungsgehilfin der Politik degradiert ist, entscheidet nicht danach, was wirtschaftlich sinnvoll ist. Sie muss machen, was der politischen Führung dient. Beides ist nicht identisch.

Kein Wunder, dass Erdogans Politik an den Finanzmärkten für Verunsicherung sorgt. Die türkische Lira hat weiter an Wert verloren, die Inflation ist mittlerweile bei rund zehn Prozent angelangt. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen: Erdogan führt sein Land auch wirtschaftlich in die verkehrte Richtung.

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